Edition Archipel

Ich bin so sehr mit dem Büchermachen verbunden, also nicht bloß mit dem literarischen Schreiben, sondern auch mit der Herstellung des Mediums, daß mich so ein Moment eigenartig anrührt.

Jetzt! Wir sind mit „Mini Fabula“ in der Druckvorstufe und hier steht es nun unübersehbar: „Edition Archipel. Die Broschüre MINIfabula erscheint in drei individuell Illustrierten Exemplaren. Dies ist Edition 1 in limitierter Auflage von 400 Stück, gedruckt auf Munken Premium Papier. Eine exklusive Gesamtausgabe alle drei Editionen erscheint in einer limitierten ARCHIPEL Jewel Edition Box (Auflage 50 Stück). inkl. je 3 Fotoprints von Illustrationen.“

Das hat besonderes Gewicht, weil wir einerseits zur Kenntnis nehmen müssen, daß ein auf Bücher gestütztes Leseverhalten durch die aktuelle Mediensituation rapide zurückgeht. Andrerseits fahren Varianten der „Künstlichen Intelligenz“ massiv in unsere Kultur. Lesen, verstehen, merken, sich konzentrieren können, um weiter zu lesen, zu verstehen, zu merken, sich konzentrieren zu können, ist einem starkem Veränderungsdruck unterworfen.

Was nun der Fall ist 🙂

Das hat nicht nur kulturelle, sondern auch politische Konsequenzen. In welchen Nischen werden weiterhin Bedingungen gesichert, um einem adäquaten geistigen Leben Raum zu geben? Und zwar im Sinne von Menschenwürde und Selbstbestimmung. Ich finde Kulturpessimismus deprimierend und nutzlos. Es gibt reichlich Arbeit.

Außerdem habe ich heute die Credit List unseres Projektes durchgesehen, weil da noch ein paar Korrekturen nötig waren. Dann begann ich zu zählen, denn davor hatte ich noch keine Ahnung, wie viele Leute wir eigentlich konkret an Bord haben. Ich kam auf 38, darunter 17 Frauen. Na, das entwickelt sich zufriedenstellend.

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