Kulturraum: Corrida

Der archipelische Kulturraum (in der Gleisdorfer Weizerstraße 4) steht uns für unbestimmte Zeit zur Verfügung.

Also erkunden wir dort eine Verfahrensweise, bei der wir nicht mit fixen Terminen arbeiten. Das bedeutet, wir entfalten eine laufende Erzählung. Die hat ein Grundthema, nämlich Fotografie. Entlang dieses Themenfokus gestalten wir verschiedene Episoden.

Derzeit wird Episode III aufgeblättert: „Corrida“. Das ergibt zwei Erzählebenen mit Sujets, die gleichermaßen umstritten sind. Einerseits der traditionelle Stierkampf als gewaltvolle Inszenierung von großer Popularität. Ein Endorphin-Festival. Andrerseits das Genre der Supersportler unter den Automobilen und damit der triviale Mythos vom „Speed Demon“; eine Endorphin-Maschinerie durch und durch.

Das ist übrigens die Ausstellung zur Nummer 11 unserer Projektserie „Mythos Puch“. Mit dem Aufblättern einer Episode ist nun zweierlei gemeint. Erstens eine „Überblendung“ von der Zweier-Episode auf die Drei, zweitens ein schrittweises Ausstellen der Exponate in den Kulturraum-Fenstern.

Eines der Stierkampffotos von Richard Mayr.

Es ist eine „Fenster-Galerie“. Das bedeutet, die Ausstellungen finden an der Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichem Raum statt. Wir haben somit eine komplementäre Versuchsanordnung: Wie vertragen sich solche prozeßhaften Anordnungen (ohne strikten Zeitplan) mit unseren fix geplanten und geordneten Angeboten für unser Publikum?

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