Bei Kulturthemen oder kulturpolitischen Beiträgen darf ich auf Facebook meist mit rund 150 bis 200 Aufrufen rechnen. Das geht gelegentlich bis zirka 300 hoch. Wenn es nicht bloß Regionales betrifft, sondern einen weiteren Horizont, können es auch bis zu 600 Aufrufe werden.
Daher war ich überrascht, was zwei Lagerhaus-Texte jüngst an Resonanz erzeugten. Das betrifft eine Liegenschaft am Westrand von Gleisdorf. Ein wuchtiger Bau, das vormaligen Lagerhaus für Schüttgut und andere Stoffe, welche in der Landwirtschaft gebraucht werden.
Die neuen Besitzer lassen diesen Bau nicht wegräumen, sondern für nächste Zwecke adaptieren. Dazu gehört auch eine starke Option für Kunst und Kultur. Dafür soll das Erdgeschoß offen stehen.
Zu all dem hab ich kürzlich zwei Pages ins Web gestellt: „Gleisdorf: Lagerhaus“ (Ein spezielles Anwesen) und „Lagerhaus: Der Becher mit dem Fächer“ (Ein Abtransport). Eine Themenseite und eine Notiz zum Besuch von Künstler Nikolas Eberstaller.
Beide Pages gingen am 09.10.2026 online. Zu meiner Überraschung bekam die Lagerhaus-Page bis heute 3.364 Aufrufe, die Becher-Page 1.968. Sehr ungewöhnlich! Man muß diese Zahlen nun nicht überbewerten, aber sie drücken zumindest eine Interessens-Tendenz unsere Publikums aus.
Um eine Relation anzubieten, zwei Beispiele. ein Lancia Delta integrale vor dem Kaufhaus Mörath brachte seit dem 02.10.2026 beachtliche 15.797 Aufrufe. Eine Geisterfahrerin in der Schillerstraße erzeugte ab dem 10.09.2026 satte 42.390 Aufrufe.
Wozu muß man das wissen?
Wollten wir via Social Media ein Maximum an Followers generieren, wäre eine völlig andere Kommunikationsstrategie nötig. Unser Fokus liegt aber auf einer eher konventionellen Feuilleton-Situation. Das meint ein interessantes Informationsangebot in den Bereichen Kunst und Kultur.
Unser Publikum wird nicht bedrängt, sondern entscheidet selbst, wohin das jeweilige Interesse geht, denn dies ist keine „Gruppensituation“. Hier sehen sich Individuen in einzelnen Kommunikationssituationen nach Inhalten um.

