Was kann denn das Puch-Auto mit einem Ford Mustang zu tun haben? Sind das nicht vor allem starke Gegensätze? Wenn man sie im Zusammenhang mit Sozial- und Technologiegeschichte betrachtet, wird die Sache aufschlußreich. Nimmt man Industrie- und Automobildesign dazu, ergibt sich ein interessantes Bild mit Blickwinkel auf den soziokulturellen Kontrast USA/Europa.
In den Staaten hat die Volksmotorisierung weit früher begonnen, als auf dem alten Kontinent. Aber da wir dort waren Automobile nie bloß Vehikel, Transportmittel. Sie wurden über ihre technische Ausstattung und ihr Design zu sozialen Statements, zu Elementen eines Kommunikationssystems im öffentlichen Raum.
Außerdem waren und sind sie wichtige Medien, wo Menschen sich nach der Begegnung mit dem Speed Demon verzehren. Motorsport und Showprogramme, subkulturelle Nischen und Massenproduktion sind miteinander seit Beginn dieser Geschichte eng verzahnt.

Der Rückblick auf das 20. Jahrhundert zeigt: das ergab allerhand rollendes Kulturgut. In diesem Zusammenhang entstand auch eine Volkskultur in der technischen Welt, die sich etabliert hat. Und das rund um einen Generalfetisch unserer Gesellschaft, der sich eben völlig wandelt, wo die aktuelle Zeitenwende auf dieses Feld einwirkt; technisch und kulturell. Das liefert einige gute Gründe, sich dem Thema im Archipel zu widmen.
- Sehen Sie im archipelischen „Kulturraum“ (Weizerstraße 4, Gleisdorf) aktuell die Ausstellung „Stang“ (Eine kleine Ford Mustang Story)
- Das ist ein Teil von „Corrida: Endorphin-Festival“ (Mythos Puch #11)
Das „Puch-Schammerl“ auf dem Einser-Foto ist das erste Baumuster
des Fünfhunderters mit dem „Kanaldeckel“ auf der Nase.

