Und nun gleich 2026

Das zweite intensive Praxis- und Veranstaltungsjahr des Archipels neigt sich dem Ende zu. In der Rückschau war zu notieren: „Eine Arbeit, die gesamt 2022 begonnen hat, um ein Beispiel regionaler Wissens- und Kulturarbeit zu entwickeln, das sich nicht einfach in Kulturmanagement erschöpft.“ (Siehe dazu unten: „Archipel: Wie es begonnen hat“!)

Ich habe aus meiner Zeit mit Kunst Ost diesen Themenbogen mitgenommen, der sich nun auch mit konkreten Projektschritten belegen läßt: Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst. (Siehe dazu: „Vorstands-Treffen: ein Ausblick“!) Dabei haben wir uns keinen Marketing-Belangen oder touristischen Agenda ausgeliefert, sondern bleiben auf Wissens- und Kulturarbeit konzentriert, die vom nächsten Lebensraum ausgeht (Kleinregion Gleisdorf), zugleich über die Tellerränder hinausführt.

Daraus ergibt sich ein weiterer Themenbogen, der mit anderen Themenstellungen komplementär zu bearbeiten ist. Die Genre-Verbindung Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst hat als größeren Hintergrund dieses Kräftespiel: Von der alten agrarischen Welt zur Industriegesellschaft, von da aus in die Digitalmoderne, wie sie von der Vierten industriellen Revolution herbeigeführt wurde.

Meine bevorzugte Kunsttheorie stammt von Boris Groys.

Was wir im Archipel tun, ist auf ein Ensemble autonomer Teilprojekte gestützt, die der Vorstand begleitet und in Wechselwirkung bringt. Dabei werden Aktion und Reflexion beieinander gehalten, was bedeutet, wir befassen uns auch mit Theorie, mit Anregungen aus der Geschichtswissenschaft, soziologischen Diskursen, Kunsttheorie etc. Daß wir Provinz sind, also abseits des Landeszentrums wirken, bedeutet nämlich nicht, provinziell sein zu müssen.

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