Die regionale Wissens- und Kulturarbeit unterliegt grundlegend anderen Rahmenbedingungen als ein kulturelles Engagement in der Landeshauptstadt.
Individuelle Mobilität und aktuelle Kommunikationstechniken waren sehr nützlich, das alte Denkschema „Zentrum/Provinz“ aufzubrechen. Dennoch wäre es Unfug, die Provinz „zentralisieren“ zu wollen, um nicht provinziell zu erscheinen. Wir brauchen hier eigene Strategien und Verfahrensweisen.
Dazu gehört weit mehr als im Zentrum: Kontinuität. In der laufenden Arbeit und im Auftreten nach außen. Es geht dabei nicht um große Gesten, sondern um inhaltliche Relevanz. Themen und Inhalte! Wo stehen wir im Archipel nun am 4. Jänner 2026?
Heute Abend werden Richard Mayr und Heinz Payer im südsteirischen Großklein ihre Ausstellung „Malografie“ eröffnen. Dort wird erstmal eine Bildsprache gezeigt, die Mayr jüngst präzisiert und verfeinert hat.
Gestern, am 3. Jänner 2026, habe ich mit Mathias Petermann die erste Episode des 26er Jahres im Gleisdorfer „Zeit.Raum“ eingerichtet. Petermann zeigt mit dieser Episode 61: „SYNTHETICS“, wie radikal er ein Medium auslotet, um „die Fotografie nach der Fotografie nach der Fotografie“ zu erkunden. Das drückt sich in seinen aktuellen Werken aus, aber auch in seiner Theorie-Arbeit.

Parallel zu all dem entfaltet sich gerade das komplexe Projekt „Mini Fabula“, von Luis Siegl initiiert. Da werden mehrere künstlerische Genres verknüpft. Im Kern steht eine kommende Print-Publikation. Doch die ist im Sinn von „Das erweiterte Buch“ in einen größeren Gesamtprozeß verwoben. Dafür habe ich nun vier „Kanäle“ eingerichtet, über die verschiedene Arten der Teilnahme möglich sind.
- Der Kernbereich: Das Booklet
- Echo: Die Übersicht (Spin-off und andere Schritte)
- Die KI-Werkbank (Schnittstellen zum Cyberspace)
- KI-Feedback (Ein Raum hinter dem Raum)
Das bedeutet, im Archipel ist ein durchgehender Vertrieb der laufenden Arbeit selbstverständlich. Außerdem ist da unsere Kooperation mit Jürgen Kapeller, die sich mittlerweile mit einem eigenen Themenportal im Web zeigt. „Art Challenge“ führt tiefer in unsere Befassung mit dem Komplex „Künstliche Intelligenz“.
Dazu kommt ein aktuell wichtiges Thema, welches in unserer Partner-Organisation Kunst Ost aufgearbeitet wird. Dieses per Definition „Kulturpolitische Kompetenzzentrum“ ist speziellen Belangen der regionalen Wissens- und Kulturarbeit gewidmet.
Im letzten Quartal 2025 wurde unübersehbar, daß erstens die Stadt Gleisdorf und zweitens der Kulturpakt Gleisdorf das regionale Kulturgeschehen mit einer staunenswerten Bruchlandung erschüttert haben. Es soll, so erfährt man aus dem Rathaus, schon an Lösungen gearbeitet werden. Aber wie sieht denn genau das Problem aus? Das soll – soweit Fakten verfügbar sind – in der Kolumne „Gleisdorf: Kulturpolitik“ anschaulich werden. Denn wie sollten wir an der Basis an Problemlösungen arbeiten, wenn wir das Problem nicht genau kennen?
Das Einser-Foto zeigt Mathias Petermann im Zeit.Raum.
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