Wertes Mitglied!
Wir haben nun einen komplexen Arbeitsprozeß etabliert, der sich aus einer Reihe autonomer Teilprojekte ergibt. Das bedeutet, jedes Teilprojekt ist in sich selbstbestimmt und über eine Schlüsselperson mit dem Vorstand verbunden.
Durch inhaltliche Schnittstellen sind diese Projekte teilweise miteinander verzahnt. Manches davon führt zu öffentlichen Veranstaltungen, anders läuft im Hintergrund als themenbezogene Arbeit: Aktion und Reflexion beieinander halten.
Sie finden auf der Archipel-Page „Was läuft?“ eine aktuelle Übersicht, unter anderem mit folgenden wichtigen Daten:
+) 8. Mai 26: „artgerecht“ (Die Ausstellung zu „Mini Fabula“)
…mit der Sektion „Aufgelegt“
+) Laufende Vorboten zu „artgerecht“ im „Zeit.Raum“
+) 4. Juli 26: Ausstellung Fritz Pumm (Maler)
+) 11. September 26: Ausstellung Roswitha Wesiak (Fotografin)
+) Hier sehen Sie, in welchem Gesamtzusammenhang sich das ereignet: [Link]
Netzwerken
Wir haben Grund zur Achtsamkeit, wenn jemand fragt: „Wie kann man denn bei euch mitmachen?“ Möchte da jemand an Bord kommen, hat aber gar keine Ahnung, was hier läuft?
Die Empfehlung lautet dann zum Beispiel: „Machen Sie sich bitte ein bißl kundig, was wir unternehmen und wie wir dabei vorgehen. Besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen. Da kann man sehr konkret ins Gespräch kommen. Schauen Sie, ob bei den Themen, die wir in Arbeit haben, etwas dabei ist, wo Sie vielleicht andocken möchten. Haben Sie selbst etwas Spezielles vor?“ Dazu bietet die Page „Der archipelische Modus“ einige Anregungen: [Link]
Weshalb derlei Zurückhaltung auf unserer Seite? Zwei gute Gründe. Erstens: Die Stadt Gleisdorf hat eben den „Kulturpakt“ in den Sand gesetzt und einen kulturpolitischen Scherbenhaufen produziert. Daher ist aktuell eine ganze Kohorte von Kreativen, mehrheitlich Hobby-Leute, auf der Suche nach neuen Ressourcen und Aktionsmöglichkeiten. Die Dokumentation dieses Prozesses bei „Kunst Ost“ befindet sich hier: „Gleisdorf: Kulturpolitik“.
Der „Archipel“ ist kein Auffangbecken für herumirrende Kräfte. Klartext: Wir sind kein künstlerisches „Pauschalreise-Unternehmen“ mit irgendwelchen „All inclusive-Angeboten“, sondern eine autonome Kulturformation, die auf der „Einser-Ebene“ aus völlig eigener Kraft Programm fährt, was bedeutet: Wer da mitzieht, bringt mehr ein, als bloß die eigene Kreativität. Es gibt keine Trittbretter, auf denen man es sich bequemt machen könnte. Der Basis-Modus: Kommunikation und aktive Anwesenheit.
Zweitens: Die Zeichen der Zeit! Der Personalchef eines großen Unternehmens erzählte mir, es kämen sich immer wieder Leute vorstellen, die wissen nicht einmal, in welcher Branche sie da anheuern möchten.
Lokale Variante: Wer je mit dem liebenswürdigen Gregor Mörath, Chef des gleichnamigen Gleisdorfer Kaufhauses, über ankommenden Arbeitssuchende geplaudert hat, staunt nun noch über ein Segment der inhaltlichen „Geisterfahrer“, die einfach irgendwie irgendwo dabei sein möchten.
Professionalität kommt durch Kompetenz und Arbeitszeit
Im „Archipel“ erfreuen wir uns an einer wachsenden Community sachkundiger Kräfte, von denen sich ein maßgeblicher Teil auf kollektive und prozeßhafte Wissens- und Kulturarbeit einläßt. Dabei setzen wir nicht bloß im Realraum Akzente und widmen uns der Netzkultur, wir bauen auch gerade ein Arbeitsfeld zum Thema „Künstliche Intelligenz“ aus, denn diese technische Innovation durchdringt gerade ganz rasant viele Lebensbereiche. So auch das Kunstfeld. Dazu müssen wir Erfahrungen sammeln. (Details demnächst!)
Für den Vorstand,
mit freundlichen Grüßen!
Martin Krusche (Schriftführer)
15.02.2026

