Das ist die Zeit, in der wir ein Ende des Arbeitsjahres zwar spüren, aber die Dinge am Laufen halten. Kontinuität ist ein wichtiges Element der Wissens- und Kulturarbeit.
Dabei verstehen wir Arbeit hier nicht im Sinn von Erwerbsarbeit. Sie ist kein Job, sondern eher das, was Philosophin Hannah Arendt als Vita activa beschrieben hat. Es geht um sinnvolles Tun, um kollektive Prozesse, um Beiträge zu einem relevanten geistigen Leben. Dabei ist unser Fokus auf drei Genres gerichtet, die wie untereinander verbunden sehen: Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst.
Dem Advent ist derzeit eine komplexe Episode im Gleisdorfer „Zeit.Raum“ gewidmet. Am Sonntag, dem 4. Jänner 2026, geht es gleich weiter. Mit der Vernissage zu „Malografie“ (Mayr & Payer). Am 8. Mai folgt eine größere Ausstellung, deren Angelpunkt das Buchprojekt „Mini Fabula“ ist. Mit „Art Challenge“ haben wir im Web ein eigenes Portal zum Thema „Künstliche Intelligenz“ aufgemacht. Und so weiter und so fort.
Was heute unser „Archipel“ ist, begann mit einem ersten Gespräch am 26. Juli 2022 am Tisch von Franz Wolfmayr. Dabei vertrat Architekt Winfried Lechner ein Konsortium, das mittlerweile ein altes Lagerhaus in Gleisdorf gekauft hat, welches unter anderem einen kulturellen Schwerpunkt erhalten soll.

Dem folgte ein komplexer Prozeß, der sich 2023/24 verdichtete, zunehmend konkret wurde. Das erwähnte Konsortium hat dabei als Sponsor sehr wesentlich beigetragen, dieser Entwicklung für einige Zeit einen stabilen Boden zu geben.
Rückblickend zeigt sich, daß der „Archipel“ 2024 in der Praxis erprobt wurde und sich 2025 konsolidieren konnte. Dabei sorgt die erste unserer drei Ereignisebenen in völliger Autonomie dafür, daß wir laufend aktiv sein und auch mit Projekten nach außen gehen können.
Je nach Vorhaben und Kooperationslage stehen uns konzeptionell zwei weitere Ebenen zur Verfügung, wobei wir die zweite schon erprobt haben. In der Notiz „Vorstands-Treffen: ein Ausblick“ finden Sie eine kurze Zusammenfassung unserer aktuellen Aktivitäten.
Zu all dem gehört, daß wir dank der Unternehmerin Barbara Schäfer seit Jahren mit dem „Zeit.Raum“ einen Ereignis-Ort im Zentrum der Stadt haben. All das wird übrigens von einer Gleisdorfer Novität berührt. Die Kommune ist bei einer umfassenden kulturpolitischen Krise angekommen, die man als erfrischende Anregung deuten kann, Wissens- und Kulturarbeit aktuell neu zu konzipieren.
Wir dürfen den „Archipel“ dabei als ein Beispiel der Best Practice im Spiel halten. Dem ist derzeit bei der Partnerorganisation „Kunst Ost“ mit „Gleisdorf: Kulturpolitik“ eine eigene Kolumne gewidmet, in die auch archipelische Erfahrungen einfließen, denn wir konnten das schon klären: diese kulturpolitische Krise kratzt nicht einmal am „Archipel“. Sie ist eher Inspiration.

Es läßt sich im „Archipel“ belegen, daß wir die drei Sektoren Staat, Markt und Zivilgesellschaft in ein lebhaftes Wechselspiel gebracht haben. Das meint Politik & Verwaltung, Wirtschaftstreibende und Privatpersonen. Bei anderer Gelegenheit wird noch zu zeigen sein, wie unsere Arbeit mit Sachpublikationen aus den eigenen Reihen untermauert ist.
Wir halten Aktion und Reflexion beieinander. Wie schon erwähnt, auf der Einser-Ebene völlig autonom, also unabhängig von der Gunst anderer. Ab der Ebene zwo sind komplexere Gefüge und Kooperationslagen möglich. Da mag nun 2026 kommen, wir sind auf Betriebstemperatur.
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