Es gab spätestens ab Dezember 2025 einen erhöhten Diskussionsbedarf zu Fragen der Gleisdorfer Kulturpolitik. Da war eigentlich ja schon lange klar, daß unsere Gesellschaft im Kielwasser der Corona-Zeit Wohlstand verlieren werde. Völlig voraussehbar, daß Budgets verloren gehen und bestehende Einrichtungen Erschütterungen erfahren dürften.
So kam es dann auch. Nun ist der „Archipel“ ohnehin konzeptionell und strategisch eine Reaktion auf solche Entwicklungen. Das heißt, wir haben ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, auf der „Einser-Ebene“ des operativen Teils völlig autonom zu sein.
Wie das geht? Da kommen wir mit unseren Kompetenzen, unserer Arbeitskraft und unseren eigenen Requisiten aus, um eigene Artefakte und jene aus stabilen Netzwerken einzusetzen. Damit erreichen wir Kontinuität ohne jede Abhängigkeit. Das haben wir umfassend unter Kontrolle.
De „Zweier-Ebene“ ist komplexeren Vorhaben gewidmet, für die wir Kooperationen eingehen. So hat etwa diese Entwicklung auf dem Weg von 2024 nach 2025 davon profitiert, daß uns das „Lagerhaus-Konsortium“ unterstützt hat, jene Gruppe, die heuer mit einem vormaligen Lagerhaus in Gleisdorf einen neuen Kultur-Ort schafft. (Die „Dreier-Ebene“ ist in Arbeit, aber derzeit nicht spruchreif.)
Während in der Steiermark Statements wie „Kulturland retten!“ oder „Es brennt: Die Steiermark steht vor einer kulturellen Katastrophe“ kursieren, konzentrieren wir uns auf eine Praxis der Wissens- und Kulturarbeit, die unter den gegebenen Bedingungen Stabilität und Kontinuität möglich macht; zumal wir abseits des Landeszentrums gegenüber der Stadt Graz so manchen strukturellen Nachteil haben.
Daher nun bei uns auch: „Die Tangente“ (Eine Erzählung): Zitat. „Oft scheinen Wege versperrt zu sein. Dann eben raus aus den ausgetretenen Pfaden. Wir entfalten „Die Tangente“ über eine laufende Erzählung, die nicht an gemauerten Bauten festgemacht ist, sie aber berührt, sich auf reale Orte bezieht.“

