Die archipelische Webpräsenz hat zwei Hauptebenen: Schaufenster und Werkbank. (Sie befinden sich gerade beim Schaufenster.)
Die Werkbank ist im „Austria-Forum“ integriert. Das ist eine geschichtsträchtige Wissensplattform, deren Anfänge 1982 in der Online-Enzyklopädie „A.E.I.O.U.“ liegen. Dieser unsere Bereich ist Arbeitsebene und Dokumentationsarchiv. So wird die archipelische Arbeit in vielen Details nachvollziehbar; falls es jemand grad genauer wissen will.
Im steirischen Kulturbetrieb geistern Wohlfühlsätze und Schlagworte durch das Geschehen, die mitunter den Blick auf das verstellen, was konkret der Fall ist. Mit einem kleinen Basisvokabular läßt sich locker so manches Konzeptchen basteln.
Mixt man so eine Buchstabensuppe mit ein wenig PR-Arbeit, ergibt das mühelos eine Kultursimulation, die sich vermarkten läßt. Zum Grundbestand so einer Buchstabensuppe gehören Begriffe wie Autonomie, Kooperation, Nachhaltigkeit, Plattform, Solidarität, Vernetzung, Zukunftswerkstatt…
Man könnte auch noch ein paar Duftmarken aus der traditionellen Erwachsenenbildung abholen, das Ganze mit regionalen Gewürzen vermengen… Was aber unterscheidet die Simulation von realer Wissens- und Kulturarbeit?
Wird seriös gearbeitet, gibt es Konzepte zu Themen, ab und zu wenigstens Stichwortprotokolle, zusammengefaßte Ergebnisse, auch ein Mindestmaß an Dokumentation der absolvierter Prozesse. Und zwar öffentlich zugänglich.
Schlagwortkataloge bedeuten wenig. Das Verbreiten von PR-wirksamen Sätzchen verdeckt oft den dahinter verborgenen Mangel an konkret geleisteter Arbeit. Eine Grundbedingung von Wissens- und Kulturarbeit ist übrigens Kontinuität, bei der nach innen wie nach außen nahvollziehbar wird, was genau zu den propagierten Themenstellungen gemacht und erreicht wurde.
Egal. was jemand als Interna einstuft, die nicht verbreitet werden, es ist doch eine Republik/Res publica auf jeden Fall so weit „öffentliche Angelegenheit“, daß zur Verwendung öffentlicher Gelder Transparenz gehört.
- Archipel im Austria-Forum (Werkbank)

