Kunst und Kultur haben bei verschiedenen Möglichkeiten medialer Sichtbarkeit erhebliche Einbußen erlitten. Selbstbestimmte Präsenz im Netz und netztgestütztes Teleworking sind daher sprunghaft wichtiger geworden, weil bisher leistungsstarke Instanzen massiv an Wirkung verloren haben.
So hat etwa Gleisdorfs kulturpolitische Krise einige Ursachen in aktuellen Budgeteinbrüchen, weshalb die Medienarbeit vom Stadtmarketing radikal runtergefahren wurde; zu Lasten von Kunst und Kultur. Parallel sind wirtschaftliche Veränderungen auch an Umfang und Themenstellungen der Regionalblätter ablesbar. Das heißt für unser Metier: Einbußen.
Sowas zu beklagen ist müßig. Wir brauchen Grips und Kraft, um diese mediale Abwärtsbewegung abzufangen, zu kompensieren. Das geht beispielsweise durch eine aktive Rolle in der Netzkultur. Freilich derzeit ebenfalls unter sich radikal verändernden Bedingungen, da Anwendungen „Künstlicher Intelligenz“ die vertrauten Zusammenhänge aufbrechen.
Sichtbar sein
Sichtbarkeit ist ein wesentliches Ziel von Netzkultur-Aktivitäten. Um ein Publikum aufzubauen, zu halten, möglichst schrittweise zu vergrößern. Sichtbarkeit im Netz hat eine Reihe von Bedingungen. Dazu gehört nicht nur die Attraktivität von Inhalten für die Menschen, sondern auch der Eindruck von Relevanz für die Maschinen.
Unsere Arbeit soll ja über Suchmaschinen leicht zu finden und daher gut gereiht sein. Dabei hilft uns Vernetzung. Ein- und ausgehende Links. Zitate. Querverweise. Markante Keywords dank interessanter Inhalte. (Auch Bilder werden von Maschinen gelesen.)
Die Wirkung von Content im Netz nimmt zu, wo wir die Kooperation von inspirierten Menschen um eine Kooperation in Sachen Netzkultur/Netzpräsenz erweitern. Wenn sich zum Beispiel Milena Findeis im „Zeitzug“ auf archipelische Vorgänge bezieht, fördert das zu solchen Nutzen: (Link)
Bei „Art Challenge“ gibt es neuerdings zwei archipelische Kolumnen: „Krusches Kultur-Kolumne“ und „R. Mayr: Fotografie, KI und der ganze Rest“. Bei „Kunst Ost“ wird das Thema „Gleisdorf: Kulturpolitik“ behandelt.
Wir haben im Projekt „Mini Fabula“ einen internen Info-Verteiler. Beim „Archipel“ gesamt war der Newsletter bisher nur an Mitglieder adressiert: (Link) Das bauen wir nun zu einem allgemeinen Infodienst im Kulturbereich aus.
Das Jahr 2026 wird uns nächste Klarheiten bringen, ob wir mit unseren eigenen Mitteln und einer schwachen Medienumgebung ebenso gut besuchte Veranstaltungen erreichen können, wie es bisher schon gelungen ist.

