Die archipelische Praxis kann als ein Bestreben um Erfahrungsgewinn in der kollektiven Wissens- und Kulturarbeit verstanden werden.
Das bedeutet, wir haben einen Modus entwickelt, in dem es gelingt, daß höchst unterschiedliche Charaktere an einem Strang ziehen. Und zwar quer durch die Genres Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst.
Es geht uns dabei um Autonomie und um eine Best Practice, in der nicht einfach Arbeitsweisen der Vergangenheit fortgeschrieben werden. Dies ist kein Public Relations-Coup, um dann nach außen „Das Neueste vom Neuen“ zu promoten. (Der heimische Kulturbetrieb ist voller Marktschreierei.)
Sie finden hier in der vorangegangenen Notiz „Advent“ eine kleine Übersicht, woran wir aktuell arbeiten. Dazu geschieht jetzt gerade vieles hinter den Kulissen. Etwa die Umsetzung des NID-Booklets „Malografie“ als digitale Publikation und als Hinweis auf die kommende Ausstellung im südsteirischen Großklein: Das Booklet.
Die archipelischen Teilprojekte sind allesamt autonom gehaltene Vorhaben mit jeweils verantwortlichen Schlüsselpersonen. Wird ein Projekt sehr komplex, wie im Augenblick „Mini Fabula“, dann gliedern wir das intern. Zum Beispiel:
- 1er Redaktion: Textwerkstatt / Schlüsselperson: Martin Krusche
- 2er Redaktion: Bildredaktion, Umsetzung des Booklets / Schlüsselpersonen: Luis Siegl & Richard Mayr
- 3er Redaktion: Webgestütze Begleitlinien / Schlüsselperson: Martin Krusche
- 4er Redaktion: Ausstellung / Schlüsselpersonen: Richard Mayr
Wir gehen nun in das dritte Jahr einer konzentrierten Umsetzung, die zur Klärung führen soll, ob der entworfene und 2024/25 erprobte Archipel-Modus sich als hinreichend stabil erweist; bis neue Fragen zur Verfahrensweise auftauchen.
(Das Foto stammt von Richard Mayr)

